1902 Gründung des Musikvereins

Im Jahr 1902, wie die Chronik berichtet, gründen in der “Eschenbacherschen Wirtschaft” 31 musikbegeisterte Männer einen Musikverein. 17 Mitglieder wollen sofort aktiv sein. Zum “Aufkommen des Vereins” stiftet Privatier Eberhardt Maisel einen Bombardon und die Mitglieder zeichnen 63 Aktien (Stückpreis 5,00 Mark) zur Beschaffung von Instrumenten. Als Vereinszweck wird in den Vereinsstatuten im Jahr 1903 festgelegt: “Pflege der Musik und Förderung des geselligen Lebens”. Dieser ist bis heute vorrangige Aufgabe des Vereins. Unter dem 1. Vorsitzenden Friedrich Kolb aus Kasendorf und dem 1. Kapellmeister Georg Buch aus Lindenberg erwirbt sich der Musikverein schnell einen guten Ruf bei öffentlichen Auftritten. 1905 übernimmt “Chormeister” Heinrich Kolb aus Thurnau die Dirigentenschaft. Er leitet die Kapelle erfolgreich bis 1913 und von 1921 – 1928. Von 1913 – 1921, also im Zeitraum des 1. Weltkrieges, liegt die musikalische Leitung in den Händen von Simon Rauh aus Peesten. Ein Archivbild der Kapelle aus dem Jahr 1909 gibt Aufschluss über die seinerzeitige instrumentale Besetzung.

1909

 Trotz de Lücken, die der 1. Weltkrieg auch in die Reihen des Vereins riss, wird die musikalische Tätigkeit mit viel Idealismus und ohne Unterbrechung aufrechterhalten. In den ersten Jahren wächst die Zahl der Mitglieder schnell auf über 100 und steigt bis 1928 auf 150 Mitglieder, wobei fast drei Jahrzehnte durchwegs 17 bis 22 aktiv in der Kapelle mitwirken. In diesen Jahren gehören u.a. zum alljährlichen gesellschaftlichen Programm die Gestaltung eines “Faschingvergnügens”, ein “geschlossener Ball” zur Weihnachtszeit sowie sogenannte Tanzkränzchen. Die 25-Jahrfeier wird in ganz bescheidenem Rahmen durchgeführt. Offensichtlich befindet sich der Verein ab 1929 bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges in einer schweren Krise. Während im Jahr 1930 noch 90 Mitglieder dem Verein die Treue halten, sind es 1940 nur noch 38, davon noch neun Mann aktiv und sechs Ehrenmitglieder. Der 2. Weltkrieg bringt die Vereinstätigkeit zwischen 1941 – 1948 gänzlich zum Erliegen.

Neubeginn

 1948, nach Aufhebeung des Vereinsverbotes durch die Besatzungsmächte, werden die musikalischen Tätigkeiten unter der Leitung von Hermann Drescher, Kasendorf und von Günter Schmidt, Lindenberg, und unter der erneuten Führung des bereits 1938 als sogenannten Vereinsführer gewählten 1. Vorsitzenden Heinrich Hübner, Kasendorf, wieder aufgenommen. Erste Übungen werden in der ehemaligen Schulküche unter der Anleitung von Major Schmidt auf teils schrottreifen Instrumenten abgehalten, wöchentliche Gesamtproben erfolgen in der Gastwirtschaft Geog Kolb in Kasendorf. Unten stehendes Archivbild aus dem Jahr 1952 zeigt die aktiven Mitglieder nach der Wiedergründung zusammen mit Kapellmeister Franz Hickel, Kasendorf.

1952

Rasch geht es aufwärts. Unter der Leitung von Franz Hickel von 1950 – 1963 gehören durchschnittlich 26 bis 28 Musiker zum Stamm der Kapelle, die Mitgliederzahl steigt auf 220, die Kapelle erringt erste beachtliche Erfolge bei Wertungsspielen. Maßgeblichen Anteil an der stetigen Aufwärtsentwicklung seit Ende des 2. Weltkrieges haben drei Männer: Der im Jahr 1980 verstorbene 1. Bürgermeister von Kasendorf, Heinrich Hübner, der über 40 Jahre als 1. Vorsitzender die Geschicke des Musikvereins mit viel Liebe und Idealismus bestimmte, der jetzige Ehrenvorsitzende Georg Glenk, Kasendorf, der sich seit 1956 als 2. Vorsitzender und seit 1980 – 2000 als 1. Vorsitzender unermüdlich für die Belange des Vereins einsetzt sowie Georg Reichel, Kasendorf der seit 1963 mit hervorragendem Können als Kapellmeister die musikalische Leitung hat.

 Goldene Medaille am Frankenband

Auszeichnung des Musikvereins durch den fränkischen Musikbund mit der “Goldenen Medaille am Frankenband” für große Verdienste um die Volksmusik.

1957 Fränkisches Musikfest

Fränkisches Musikfest mit Musikwettstreit des Fränkischen Musikbundes, das von 38 Kapellen besucht wurde.

1973 Festwoche in Kasendorf mit Bundesbezirksmusikfest

Bundesbezirksmusikfest des Nordbayerischen Musikbundes mit Wertungsspiel.

1974 Gründung eines Jugendblasorchesters

Zum Aushängeschild des Musikvereins hat sich das im Jahr 1974 gegründete Jugendblasorchester ( ” Jugendkapelle ” ) mit ständig 60 bis 70 jugendlichen Mitgliedern entwickelt. Die Ausbildung der zu Beginn angemeldeten 23 Mädchen und 43 Knaben erfolgte in zwölf Gruppen durch ehrenamtliche Übungsleiter ( aktive Mitglieder der Seniorenkapelle ). Die Finanzierung der notwendigen Instrumente erfolgte in hohem Maße durch die Eltern. Unter der bewährten Leitung von Georg Reichel, Kasendorf, den Thomas Eschenbacher, Peesten (bisher als Klarinettist im Jugendblasorchester), ab 1996 als Dirigent ablöst, erreicht das Orchester bald einen hohen musikalischen Leistungsstand, der inzwischen weit über die Grenzen des Marktes Kasendorf und des Landkreises Kulmbach hinausreicht. Wiederholt konnten die Jugendlichen ihr hervorragendes Können in den letzten Jahren durch ausgezeichnete Erfolge bei Wertungsspielen eindrucksvoll unter Beweis stellen. Dieser beachtliche musikalische Stand lässt sich nicht nur damit erklären, dass der Verein mit der Gründung des Jugendblasorchesters insbesondere die Jugendfördderung zu seinem Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht hat. Es liegt auch sehr an den Buben und Mädchen selbst, die sich immer wieder begeisterungsfähig zeigen, an einer engagierten Führung mit “Fingerspitzengefühl” und nicht zuletzt auch am Einfluss der Eltern, die die Jugendlichen zum Verein hinführen. Über die kontinuierliche Nachwuchsförderung und intensive Ausbildung der jungen Musiker, die der Musikverein seit Gründung des Jugendblasorchesters pflegt, gibt ein Bericht des Ausbildungsleiters und Dirigenten des Vororchesters des Musikvereins Frank Macht, Peesten, veröffentlicht in der Zeitschrift “Bayerische Blasmusik”, Ausgabe 10/2000, ausführlich Auskunft.

1977 Bau des vereinseigenen Musikheimes

Seit 1954 probte der Musikverein in einem Nebenzimmer der Gastwirtschaft Glenk in Kasendorf. Nach Gründung des Jugendblasorchesters 1974 wird der Gedanke, ein eigenes Heim zu schaffen schnell aufgegriffen. Viele Mitglieder beteiligen sich an den Arbeiten, die in groszügiger Weise von der einheimischen Industrie unterstützt werden. Es entsteht so, unter Beteiligung der Gemeinde, die im Untergeschoss die Räume nutzt, auf dem Platz hinter dem Rathaus ein Heim, bestehend aus einem Saal mit rund 250 Sitzplätzen und verschiedenen Nebenräumen, das zum kulturellen Mittelpunkt des Marktes wird. Bald zeigt sich jedoch, dass die geschaffenen Räumlichkeiten bei der zunehmenden Anzahl der erforderlichen Einzelproben nicht ausreichen. Mit einer Teilaufstockung des Musikheimes im Jahr 1999 gelingt es, mit Unterstützung durch Fördermittel von Land, Kreis und Gemeinde sowie erheblichen Eigenleistungen, drei weitere kleine Proberäume zu schaffen sowie die Heizung zu erneuern.

1983 Internationales Jugendblasorchesterfestival in Welzheim

Das Jugendblasorchester nimmt im Rahmen eines Vereinsausfluges am internationalen Jugendblasorchesterfestival in Welzheim teil.

1984 Bundesbezirksmusikfest in Bad Windheim

Toller Erfolg des Jugendblasorchesters mit 66 Aktiven beim Bundesbezirksmusikfest in Bad Windheim. Unter insgesamt 36 Orchestern wird in der Oberstufe ein 1. Rang mit Auszeichnung erreicht.

1985 Landesmusikfest in Kempten

Das Jugendblasorchester beteiligt sich am 6. Bayerischen Landesmusikfest des Bayerischen Musikbundes in Kempten.

1986 6. Bundesmusikfest des Bundes Deutscher Blasmusikverbände in Freiburg

Das Jugendblasorchester stellt sich auch internationaler Konkurrenz. Beim 6. Bundesmusikfest des Bundes Deutscher Blasmusikverbände vom 17. – 19. Mai in Freiburg i.B. wird unter rund 200 Kapellen aus 10 Nationen beim Wertungsspiel ein 1. Rang in der Oberstufe erzielt.

Markt Kasendorf feiert sein 700 – jähriges Bestehen

Der Musikverein umrahmt die Veranstaltungen der Festwoche eindrucksvoll. Kapellmeister Georg Reichel wird mit der Ehrenbürgermedaille in Silber des Marktes Kasendorf für seine Verdienste um den musikalischen Aufbau der mittlerweile drei Kapellen seines Vereins geehrt.

Musikverein erhält Kulturpreis des Landkreises Kulmbach

Bei einem Festakt am 09. August erhält das Jugendblasorchester den mit 5000,00 DM dotierten Kulturpreis des Landkreises Kulmbach. Mit dem zum 3. Mal vergebenen Kulturpreis ehrt der Landkreis, so Landrat Herbert Hofmann, die hohe Musikalität, die schöpferische Kreativität, die außergewöhnliche Disziplin der Jugendlichen sowie das außerordentliche Engagement des Musikvereins in der Jugendförderung.

kulturpreis

Sommerkonzert vor dem “Morgenländischen Bau” im Sanspareiler Felsengarten

Ein Sommerkonzert des Jugendblasorchesters vor dem “Morgenländischem Bau” im Sanspareiler Felsengarten am 10. August ist ein Höhepunkt dieses Festjahres. Die Darbietungen werden vom Bayerischen Rundfunk live im 2. Hörfunkprogramm übertragen.

1988 Herbstkonzert mit besonderem Akzent

Erster Auftritt des Saxophon – Ensembles. Der erste Auftritt des Saxophon – Ensembles des Musikvereins beim traditionellen Herbstkonzert wird ein voller Erfolg.

Goldene Ehrennadel der Bundesvereinigung der Blas- und Volksmusikverbände

Gleichzeitig werden sieben Aktive, die als “Männer der ersten Stunde” seit der Wiedergründung 1948 am Neuaufbau beteiligt waren, mit der Goldenen Ehrennadel der Bundesvereinigung der Blas- und Volksmusikverbände und der dazugehörigen Urkunde geehrt.

Auszeichnung für 25 Jahre Dirigententätigkeit für Kapellmeister Georg Reichel

Besondere Auszeichnung für 25 Jahre Dirigententätigkeit erhält Kapellmeister Georg Reichel mit der Ehrennadel des Nordbayerischen Musikbundes und der Goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände.

1992 Grüße aus Kasendorf – Sendung des Bayerischen Rundfunks

Das Jugendblasorchester beteiligt sich in eindrucksvoller Weise an der volkstümlichen Veranstaltung “Grüße aus Kasendorf”, einer Sendung des Bayerischen Rundfunks aus der Turnhalle in Kasendorf am 14. Juni.

90-jähriges Bestehen – Kreismusikfest

Mit einem imposantem Kreismusikfest feiert der Musikverein vom 04. – 06. September sein 90-jähriges Bestehen.

1996 Gründung eines Vororchesters

 Gründung eines sogenannten Vororchesters unter der Leitung von Frank Macht, Peesten. Dieses ist notwendig, um die Einbindung der Nachwuchsmusiker in das Große Blasorchester zu erleichtern bzw. intensiver zu fördern.

1999 Konzertreise nach Rust

Bei einer mehrtägigen Konzertreise nach Rust (Neusiedler See, Österreich), anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Musikvereins Freistadt Rust, werden viele freundschaftliche Bande zwischen Mitgliedern beider Vereine geknüpft.

Bundesbezirksmusikfest Steinbach am Wald

Das Große Blasorchester (bis 1998 als Jugendblasorchester bezeichnet) nimmt beim Bundesbezirksmusikfest in Steinbach am Wald am Wertungsspiel zum 1. Mal in der Höchststufe teil und erringt auf Anhieb einen 1. Rang mit Belobigung.

Ernennung Georg Glenk zum Ehrenvorsitzenden

Georg Glenk wird zum Ehrenvorsitzenden des Musikvereins ernannt. Er erhält am 02. März aus der Hand von Landrat Klaus Peter Söllner das “Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten” für seine Verdienste um das kulturelle Leben in der Marktgemeinde, insbesondere für sein über fünf Jahrzehnte herrausragendes Wirken im Musikverein Kasendorf.

 Aufnahme für EXPO 2000

Das Große Blasorchester macht eine Aufnahme für die Weltausstellung EXPO 2000. Der Titel “Alberts Hut” war zusammen mit den Kasendorfer Kirchenglocken im Bayerischen Pavillon zu hören.

Konzertreise nach Auer

Eine mehrtägige Konzertreise führt nach Auer, Südtirol. Mit der dortigen Musikkapelle bahnt sich eine vielversprechende, dauerhafte Verbindung an.

Goldene Medaille am Weiß-Blauen Band

Für 100-jährige Verdienste um die Musik im Nordbayerischen Musikbund erhält der Musikverein Kasendorf am diesjährigen Herbstkonzert aus den Händen des stellvertretenden Vorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes, Herrn Lorenz, die Goldene Medaille am Weiß-Blauen Band mit Urkunde.

100 Jahre Musikverein Kasendorf

Der Musikverein feiert sein 100 jähriges Bestehen mit Bundesbezirksmusikfest und Wertungsspielen in Kasendorf.

Verleihung Pro Musica Plakette

 Dem Großen Blasorchester wird die “Pro Musica Plakette” im Landestheater Coburg verliehen.

2 Wertungsspiele in der Höchststufe mit dem Großen Blasorchester

Das Große Blasorchester nimmt an zwei Wertungsspielen teil und erzielt jeweils einen “sehr guten Erfolg”.

Südtirol zu Gast in Kasendorf

Die Musikkapelle Auer aus Südtirol verbringt einige Tage bei uns in Kasendorf.

Konzertreise nach Split

Das Große Blasorchester begibt sich auf eine dreitägige Konzertreise nach Split in Kroatien mit der Berliner Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen und dem Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner anläßlich des Sudamja 2004, das Fest des Stadtheiligen. Es werden freundschaftliche Kontakte mit dem Musikverein Solin, einem Ort vor den Toren Splits, geknüpft.

Der Musikverein in der Schule

Einige Mitglieder unseres Vereins nehmen aktiv am Musikunterricht in den Klassen 1 bis 4 teil und zeigen den Schülern die Vorteile des musizierens auf.

 Landesmusikfest München

Das Große Blasorchester nimmt am Landesmusikfest in München teil.

Solin zu Gast in Kasendorf

Der Musikverein aus Solin in Kroatien beehrt uns mit einem Gegenbesuch und verbringt einige schöne Tage bei uns in Franken.

Wertungsspiel mit dem Jugendblasorchester

Das Jugendblasorchester nimmt erstmalig an Wertungsspielen teil und erzielt in der Unterstufe einen “sehr guten Erfolg”.

Konzertreise nach Solin

Das Große Blasorchester unternimmt eine Konzertreise nach Solin in Kroatien vom 1. bis 6. September.

Wertungsspiele GBO und JBO

Das Jugendblasorchester erreicht in der Mittelstufe einen “sehr guten Erfolg”, das Große Blasorchester in der Höchststufe ebenfalls einen “sehr guten Erfolg”.

Gründung des Fanclubs

29 Freunde der Blasmusik begleiten den Kasendorfer Musikverein. Sie heben den Fanclub “Wir sind dabei” aus der Taufe, der auch die Dorfgemeinschaft beleben will. An der Spitze des Fanclubs steht Reiner Bütterich. Er fungiert als Sprecher und ist das Bindeglied zwischen Fanclub und den Musikern.

Konzertreise nach Rügen

Das Große Blasorchester begibt sich anlässlich einer mehrtägigen Konzertreise auf die größte Insel Deutschlands.

Wertungsspiel JBO

Das Jugendblasorchester erzielt in der Mittelstufe einen “sehr guten Erfolg”.

Solin zu Gast in Kasendorf

Der Musikverein aus Solin in Kroatien beehrt uns wieder mit einem Gegenbesuch, der wie immer von angeregten Gesprächen und feierlichen Stunden begleitet ist.